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Parkplätze - in der Innenstadt
Zürich ist durch den öffentlichen Verkehr hervorragend
erschlossen. Dennoch besteht ein breit abgestütztes Bedürfnis
nach Parkierungsmöglichkeiten in der Innenstadt. Die öffentlich
zugänglichen Parkplätze unterstützen die Geschäftstätigkeit
von Gewerbe, Detailhandel und Dienstleistungsunternehmen. Für
Veranstalter von Freizeitangeboten und Kulturinstitute ist das Parkplatzangebot
von massgeblicher Bedeutung.
Verschiedene Studien haben gezeigt, dass es nach wie vor schwierig
ist, in der Innenstadt einen freien öffentlichen Parkplatz
zu finden. An allen Werktagen erweist sich die Parkplatzbelegung
um 9 Uhr morgens als relativ gering. 26 bis 41 Prozent aller Parkfelder
sind dann frei. Ab 11 Uhr wird es zunehmend schwieriger, einen freien
Parkplatz zu finden; um 13 uhr sind rund 93 Prozent der Parkfelder
besetzt. Aus der Untersuchung wird ersichtlich, dass die weiter
vom Zentrum entfernten Standorte einen viel kleineren Belegungsgrad
haben als die Parkplätze direkt im Zentrum. Dehalb sind für
die nächsten zwei Jahre fünf oberirdische Parkanlagen
in der zürcher Innenstadt geplant.
Historischer Kompromiss
Der 1996 vom Gemeinderat beschlossene und im kommunalen Verkehrsplan
der Stadt Zürich verankerte «historische Kompromiss»
sieht die Plafonierung der kunden- und besucherorientierten Parkplätze
in der City (Stadtkreis 1) und den citynahen Gebieten auf dem Stand
von 1990 vor. Gemeint sind Strassenparkplätze bis maximal 3
Stunden Parkdauer und Plätze in öffentlich zugänglichen
Parkhäusern, bei denen eine reelle Chance besteht, einen freien
Platz zu finden.
Problematik des Historischen Kompromiss - Bestrebungen zur Optimierung
des Parkplatzkonzeptes
Die Geschäfte und das Gewerbe sind darauf angewiesen, dass
die Kunden zu ihnen kommen. Und Viele wollen nicht den Wagen zu
hohen Preisen zentral parkieren und erst nach einem mehr oder weniger
langen Fussmarsch ans Ziel gelangen, sondern oberirdisch in der
Nähe ihres Ziels parkieren. Mann muss zur kenntnis nehmen,
dass Automobilisten auch Kunden sind. Dass Strassen mit Parkplätzen
allen Ansprüchen gerecht werden können, wurde mit Einführung
der 30er Zonen bewiesen. Es geht nun nicht an, mehr und mehr Parkplätze
mutwillig abzubauen, sondern das Angebot der oberirdischen Parkplätze
mit nicht zuletzt finanziell rentablenParkhäusern zu ergänzen.Die
Verkehrsplanung sieht daher einen Ausbau des Parkplatzangebotes
vor, um den Suchverkehr zu verringern und die Attraktivität
Zürichs für Gäste und Einheimische zu erhöhen.
Ein weiterer Aspekt spricht für die Ergänzung des Parkplatzangebots
durch Parkhäuser ohne gleichzeitig die oberirdischen Parkplätze
zu reduzieren: der Suchverkehr, die Belastung durch Fahrzeuge, welche
in Zürich einfahren und direkt parkieren, ist ungleich geringer
als diejenige durch Fahrzeuge, die zuerst noch eine halbe Stunde
einen Parkplatz suchen. Die Annahme dass der Suchverkehr bei ungenügendem
Angebot abnehme, weil viele Leute auf andere Verkehrsmittel umsteigen,
hat sich als falsch erwiesen. Die Erfahrung zeigt, dass die Nachfrage
eher unelastisch ist und ein Grossteil der Automobilisten lediglich
länger sucht.
Zürich unterliegt einem gewaltigen Wachstum. Grosse Entwicklungsgebiete
sind in Planung und Realisierung, um neue Arbeitsplätze und
neue Wohnungen zu schaffen. Zusätzlicher Parkraum an geeigneten
Standorten fördert die Urbanität in der Innenstadt und
in den Wohnquartieren. Jedes Auto braucht seinen Platz, wie ein
Pferd seinen Stall. Die neuen Parkplatzprojekte lehnen an das Multiplexprinzips
an. Konzentrierung verschiedener Anbieter innerhalb eines Raumes,
inklusive Parkierungsmöglichkeiten. Erstrehbt wird dadurch
eine Revitalisierung und qualitativ hochstehende Gestalltung der
zentralen Quartiere.
Oberirrdische Parkplätze bieten Raum für verschiedene
Veranstaltungen. Die kontinuierliche Zirkulierung von Autos in unzähligen
Farben und Formen öffnet für die Anwohner ein abwechslungsreiches
Panorama. Auch die Parkhäuser sind optisch sehr attraktiv z.B.
für Kinder, denn sie errinnern an eine lustige Murmelbahn,
so haben alle was davon.
Geplante Parkierungsanlagen
Für die nächsten zwei Jahre ist die Erstellung folgender
neuer zentraler Parkhäuser und Parkplätze geplant:
See:
Der Raum Bellevue-Stadelhofen mit dem Opernhaus, dem Sechseläutenplatz
und dem See gehört zu den beliebtesten Orten Zürichs.
Das hier vorhandene Kultur-, Freizeit- und Einkaufsangebot
macht ihn zum Identifikationsmerkmal für Wohnbevölkerung
und Besuchende. Er ist aber auch Verkehrsdrehscheibe.
Sein Potenzial an Urbanität wurde bisher nicht ausgeschöpft.
Darum soll ein sechsstöckiges Parkhaus auf dem See
hinter der Quaibrücke erstellt werden. |
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Zürich Aussensihl:
Anstelle der Bäckeranlage, eine öffentliche
Grünanlage im kreis vier wo auch heute noch am Tag
und vor allem in der Nacht Spuren von Randständigen
aufzufinden sind, soll ein neuer Parkplatz mit 100 Plätzen
errichtet werden. Dieses Parkplatzprojekt trägt zur
Sicherheit und Klärung des Langstrassenquartier bei.
Die Steigerung der Parkierungsmöglichkeiten zieht
mehr Tagestouristen an, was die Etablierung und Popularisierung
der Langstrassenzone fördert. |
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Münsterhof:
Die Parkfelder auf dem Münsterhof geniessen hohe
Attraktivität, ermöglichen sie doch das Parkieren
in unmittelbarer Nähe von hochzentralen Zielen zwischen
Paradeplatz und Limmat. Dies hat eine
Untersuchung im Auftrag des Fachbereichs Verkehrsplanung
gezeigt. Der Parkierungsdruck auf den Münsterhof
ist hoch. Das führt auch dazu, dass Kurzzeitparkierende
ihre Fahrzeuge häufig ausserhalb der markierten Felder
abstellen. Der Parksuchverkehr und die illegal parkierten
Fahrzeuge erschweren
zusätzlich die Querung des Münsterhofs für
Passantinnen und Passanten. In Anbetracht der
archäologischen Verhältnisse wurde schon bald
deutlich, dass die in unmittelbarer Nähe zum Münsterhof
gelegenen Standorte für eine unterirdische Parkierungsanlage
nicht in Frage kommen. Die geplante Lösung ist ein
zehnstöckiges oberirrdisches Parkhaus auf dem Münsterhof. |
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Bahnhofshalle:
Der zürcher Hauptbahnhof ist der meist kursierte
ort der Stadt. Nahe gelegene Parkhäuser sind meist
vollbesetzt. Zur Entlastung soll die Bahnhofshalle, welche
ein optimaler Raum für verschiedene Veranstalltungen
bietet in Zukunft auch als Parkfläche genutzt werden.
Diese Umgestalltung der Halle für mehr Parkraum,
ist von grosser Bedeutung für das zukünftige
autofreie Limattquai. Da die zusätzlichen Spaziergänger
in unmitterlbarer Nähe ihr Fahrzeug unterbringen
können. |
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Oberer Letten:
Über einen Teil des Oberen Letten soll ein drei stöckiges
Parkhaus errichtet werden. Das Gebiet befindet sich direkt
unterhalb einer wichtigen Autobahn Ein- und Ausfahrt.
Der geplante Parkhausstandort ist optimal für Auswärtige
und Pendler. Zudem unterstützt dieses Projekt die
Dezimierung der überragenden Masse an Badegästen
die sich jeden Sommer mehr und mehr anhäuft. Die
Besucher quetschen sich wie Seehunde auf die kleinen begrasten
Flächen und fördern somit die Ausbreitung von
verschiedenen Krankheiten. Die Parkanlage ist im Gegensatz
zur Badenstalt ganzjährlich nutzbar und gewährt
eine Unterschlupfmöglichkeit bei schlechter Witterung. |
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Kunstraum Walcheturm im Kaserneareal:
An den jeweiligen Sonntagsverkäufen der Vorjahre waren
sämtliche Parkplätze in der Innenstadt hoffnungslos
dauernd belegt. Für die Stadt wäre es wertvoll, z.B.
in Zusammenarbeit mit der City Vereinigung Zürich, an den
beiden umsatzstärksten Tagen des Jahres für wenige
Stunden eine Sonderaktion zur Schaffung von zusätzlichem
Parkraum im Citybereich durchzuführen. Durch vorübergehendes
Schrägparkieren auf breiten bzw. doppelspurigen Strassen
(z.B. Talstrasse, Dreikönigstrasse, Claridenstrasse, Fraumünsterstrasse,
Stadthausquai etc.) und Parkieren im Kunstraum Walcheturm im
Kaserneareal könnten unter Mitwirkung von Stadtpolizei
und Verkehrskadetten an den beiden Sonntagen gegen 1000 zusätzliche
Fahrzeuge parkiert werden. Zur Durchführung der neuen Parkanlage
im Walcheturm ist ein Umbau des Raumes vorgesehen. Die daraus
entstehende, zur hälfte unterirrdische Parkgarage, soll
zudem von den Besuchern und Mitgliedern verschiedener Anlässe
( unter anderem 1.Mai-Komitee Zürich, Tangoszene Zürich:
Tangotanzen am Dienstag...) des Restaurants Zeughaushof, welches
sich im selben Gebäude wie der Walcheturm befindet, genutzt
werden. |
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