Ausgangsidee:


Eine umgepolte Wanze entwickeln, welche den Besuchern unbemerkt angepflanzt wird, die nach etwa drei bis vier Stunden ein akustisches Signal aussendet und somit den Träger im Scherzartikelstil überrascht.
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Projekt


Die Stic-Wanze ist eine Art Träger, der eine Demoversion der Stic-CD abspielt, die es zu verkaufen oder zu verteilen gilt.


CD-Inhalt bilden von mir gesprochene Komplimente in der 2. Person, mit passender Hintergrundmusik.
Der Betroffene fühlt sich dadurch direkt angesprochen und erhält eine externe Suggestion affirmativer Botschaften. Auf diese Weise soll der emotionale Zustand des Konsumenten positiv beeinflusst werden.

Die Station, über welche die Stic-Wanzen an die Besucher gekoppelt werden bildet eine Garderobe im klassischen Sinne. Sie verkörpert zusätzlich das Ausstellungsobjekt des Produkts, gehört also mit zur Kunst, wird aber nicht als solche wahrgenommen, sondern aktiviert sich erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Der unwissende Träger verlässt die Ausstellung und geht seinen Aktivitäten für den verbleibenden Tag nach. Gesteuert von einem Timer wird das Komplimentgeträller nach einigen Stunden ausgelöst. Die betroffene Person sucht die Lärmquelle, findet sie und schaltet sie über einen Kippschalter ab. Zugleich ertönt eine Stimme, welche Informationen über Bestellung der Stic-CD liefert (über webpage mit Gästebuch für Komentare der Betroffenen).


Stic Wanze






Prototyp






Prototyp mit zwei Timer








Kleiner Datenträger

Mikrotimer


Dieser Ablauf verleiht dem Produkt eine zusätzliche Ebene und ermöglicht eine Rückmeldung im Bezug auf die Erlebnisse mit der Wanze.

Das Verteilen einer CD über Bestellung, verschafft mir eine subtile Beobachtung und Analyse der verschiedenen Reaktionen auf den Scherz.

Da die Komplimente in der 2. person formuliert werden, projeziert die angesprochene Person den Text automatisch auf sich selbst. Es findet also im ersten Moment eine zwangsläufige Identifikation zwischen Besucher und dem Gesprochenen statt. Zugleich fühlt er sich durch das akustische Signal bedrängt und attakiert. Dies löst bei der betroffenen Person ein Wechselspiel verschiedener Reaktionen und Mobilisierungsgründen aus. (Schmeichelei<-->Bedrohung)


Das Projekt äussert sich über die Reaktionen der Träger und durch deren Gedanken während der Konfrontation.
Die Raum-Zeitverschiebung bewirkt einen Eingriff in die unmittelbare Zukunft, in einen Teil des Lebens nach dem Besuch der Ausstellung.

Stic funktioniert nicht als stationäres Ausstellungsprodukt, es ist ein Programm, welches verschiedene Prozesse auslöst und verfolgt.


Das gesamte Package lehnt sich an eine Art Kiosk-konzept an --> Prospekt mit gratis CD, YPS-Hefte mit integrierter Überaschung usw.